Parodontitis-Therapie

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Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung – http://www.kzbv.de

Parodontitis ist eine „Volkserkrankung“. Laut Mundgesundheitsstudie (DMS IV) von 2006 haben 73,2% der Erwachsenen (35-44 Jahre) eine behandlungsbedürftige Parodontitis! Bei den Senioren (65-75 Jahre) sind es sogar 87,8%.

Es ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass Parodontitis andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Gefäßerkrankungen oder Diabetes, verschlechtert.

Zahnfleischtaschen können so tief werden, dass wir sie mit Zahnbürste und Zahnseide nicht mehr reinigen können. Bakterien bilden dort einen hoch komplexen Biofilm aus, der gegenüber unserer Körperabwehr resistent ist. Der Biofilm wächst und provoziert eine Entzündung um den Zahn. Diese Entzündung ist meist chronisch und schmerzfrei. Deshalb beleibt sie oft unbemerkt und führt zu Knochenabbau, Zahnlockerung und Zahnverlust.
Um dies zu verhindern sollte frühzeitig professionell behandelt werden. Ziel der Parodontitisbehandlung ist es, die Bakterienbeläge unter dem Zahnfleisch zu entfernen. Parodontitis ist eine Erkrankung, die zwar nicht heilbar ist, aber deren Verlauf stark verlangsamt oder gestoppt werden kann. Dafür ist die Mitarbeit des Patienten ein wichtiger Faktor. Nach der ersten Parodontitis-Therapie sind regelmäßige Kontrollen und erneute Reinigungen wichtig. Bei uns ist dies wesentlicher Bestandteil der Professionellen Zahnreinigung.
Bei speziellen Defekten kann ein Knochenaufbau zur Taschenreduktion sinnvoll sein.

Interessanter Beitrag des Hessischen Rundfunks zu diesem Thema:

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